Infostruktur

Am 16.10. wird es von unserer Seite eine vielfältige Infostruktur geben. Bereits jetzt habt ihr die Möglichkeit unserem Twitterprofil @L1610 zu folgen. Der Twitter-Tag für alle, die rund um den 16.10. auch berichten möchten, ist #L1610. Bitte achtet jedoch darauf, dass ihr nur sichere Infos postet und keine falsche Panik verbreitet. Verlasst euch im Zweifelsfall nur auf die Informationen, die aus sicheren Strukturen kommen.

Darüber hinaus wird es auch einen klassischen WAP-Ticker (ticker.hopto.org) für euer Handy geben, wie auch ein Infotelefon (Nummer folgt), den Ermittlungsausschuss (EA) und eine Radioberichterstattung bei Radio Blau.

Die Informationen zur Infostruktur findet ihr hier bei uns auf der Website im Reiter Infos & Facts.

Das große Schweigen & 2 Hintergrundberichte

Mittlerweile haben städtische Kooperationsgespräche mit den Anmeldern der Naziaufmärsche stattgefunden. Offenbar wurde im Rathaus zu allen diesbezüglichen Themen absolutes Stillschweigen vereinbart – also die gut erprobte Intransparenz demokratischer Prozesse. Mit diesem Vorgehen wollte die Stadt bereits einige Aufmärsche deckeln. Der aktuellen Nazistrategie kommt das auch zupass.

Das Ordnungsamt ist auch gegenüber der Presse schweigsam – seit zwei Wochen gibt es nur die Auskunft, dass es keine Auskünfte gibt. Laut einem aktuellen Bericht von LVZ Online sind die Planungen des zivilgesellschaftlichen Aktionsnetzwerks „Leipzig nimmt Platz“ davon nicht beeinträchtigt.

Der 16. Oktober ist übrigens auch Brennpunkt-Thema der soeben erschienenen Ausgabe von „Leipziger Zustände News“, die vom empfehlenswerten Projekt chronik.LE herausgegeben wird. Neu zu haben ist auch die Ausgabe 188 (wow!) des Antifa-Newsflyers GAMMA. Auch dort geht es um die hiesigen Nazistrukturen, mit denen wir es am 16. Oktober zu tun haben werden.

Aftershowparty

Auch diesen Hinweis wollen wir euch nicht entgehen lassen: Am Abend des 16.10. wird’s auch eine Aftershowparty geben. Diese ist eine Soliparty für und von der Gruppe projekt.emanzipation. Musik wirds geben von Björn Peng und classless Kulla. Außerdem werden die Inglourious Bassnerds auflegen. Eintritt kostet 3€ und alle weiteren Infos gibt’s auf dem Flyer.

Nachttanzdemo, Routenänderung der Nazis, Nazipropaganda

Fu*k the Vaterland – Nachttanzdemo am 15.10.

Für den Abend des 15.10. hat die Linksjugend Leipzig eine Nachttanzdemo unter dem Motto Fu*k the Vaterland – Raven gegen Nazis vom Leipziger Westen in den Süden angemeldet. Im Aufruf heisst es:

Wir wollen uns einstimmen auf die Aktionen gegen die Naziaufmärsche am folgenden Tag – und entlang der Route nochmal fett Werbung machen, um den Nazis am 16.10. die Show kaputtzumachen.

Unter anderem soll die Route auch am lokalen NPD-Gebäude in der Odermannstraße 8 vorbeiziehen. Wer bereits am 15.10. anreist, kann sich am Abend also noch an diesem antifaschistischen Rave beteiligen.

Gemeinsamer Anreisetreffpunkt aus dem Leipziger Süden ist 19:00 Uhr die Haltestelle am Connewitzer Kreuz. Startpunkt des Raves ist dann die Angerbrücke, Endpunkt das Connewitzer Kreuz.

Mehr Infos finden sich hier.

Routenänderung bei den Nazis
Aufgrund von Bauarbeiten (gesperrte Brücke) wird die West-Route der Nazis über folgende Straßen umgeleitet: Naumburger Str., Zschochersche Str., Industriestr. und Nonenstraße. Besser zu sehen bei unserer Karte.

Nazipropaganda
Einen eher obskuren Versuch, für ihre Aufmärsche am 16. Oktober zu werben, gab es am vergangenen Sonntag in der Leipziger Innenstadt. Dort fand eine Kundgebung gegen Sozialkürzungen mit etwa 75 TeilnehmerInnen statt. Unter die BesucherInnen hatte sich auch eine kleine Nazigruppe gemischt. Einer davon, David D.*, ergriff das „offene Mikrofon“ – allerdings wurde ihm der Strom alsbald abgedreht, die Polizei führte ihn vom Platz. Mit ihm verschwanden auch seine fünf Kumpanen (u.a. der hinlänglich bekannte Patrick F.), die versucht hatten, ein „Freies Netz“-Transparenz aufzuspannen.

* Update: Wir bedauern, dass wir den Kameraden zunächst fälschlich als David S. bezeichnet haben. Die richtige Schreibweise ist David D. Er war 2009 Kommunalwahl-Kandidat der NPD in Halle/S.

Diskussionsbeitrag zum Aufruf

Die AG17 aus Erfurt hat einen Diskussionsbeitrag zu unserem Aufruf verfasst, auf den wir an dieser Stelle hinweisen wollen. Wir verweise darauf, dass wir die nun angestoßene Debatte gerne bereit sind zu führen, dies jedoch aus Kapazitätsgründen erst nach dem 16.10. tun wollen. Das ist aus unserer Sicht auch deshalb angemessen, da die Kritik der AG17 sich nach unserer Interpretation nicht an unseren Aufruf allein richtet, sondern grundsätzlichere Fragen aufwirft.